Dienstag, 21. Oktober 2008

bunt sind schon die wälder

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder
und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen,
kühler weht der Wind.

Wie die volle Traube an dem Rebenlaube
purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen Pfirsiche mit Streifen
rot und weiß bemalt.

Flinke Träger springen und die Mädchen singen,
alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.

Geige tönt und Flöte bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
junge Winzerinnen winken und beginnen
frohen Erntetanz.

Worte: J.G.V.v.Salis-Seewis 1782
Weise: Friedrich Reichardt 1799


Das hab' ich früher gerne gesungen und diesen Herbst schwebt mir das Lied schon die ganze Zeit durch den Kopf. Mehr singen müsste man.

Montag, 20. Oktober 2008

mal anders

es gibt auch tage, die hätten anders verlaufen können. heute zum beispiel. ich fühlte mich zweimal sehr angegriffen, obwohl das nicht hätte sein müssen, sagt der freund (er war nicht der angreifer). so ist das. war trotzdem okay, denn der bruder hat sein zweites staatsexamen geschrieben und nun ein bisschen luft zum atmen. die sonne schien sehr schön und so haben wir beim mittagessen in der mensa sogar draußen gesessen. und es gab leckere mexikanische teigfladen mit gemüsefüllung zum abendessen. ich sag's euch, es sind die kleinen dinge im leben.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

die deutsche post

was man bei der deutschen post nicht darf: schirme in packpapier einpacken, einen namen drauf schreiben und verschicken. es gibt nämlich eine vorschrift, die besagt, dass pakete mindestens einen zentimeter hoch sein müssen. nun denkt man sich, "gut, ein schirm ist ja höher als ein zentimeter". das ist er aber nur, wenn die postfrau nicht mit ihren spitzen fingernägeln das ende des paketes so zusammenpresst, dass sich nicht mehr die schirme, sondern zwei packpapierlagen zwischen ihren fingern befinden und das paket auf einmal nicht mehr mehr die mindestgröße erreicht. darüber zu diskutieren ist müßig. jetzt brauche ich also einen karton, der mindestens einen zentimeter hoch, aber nicht länger als sechzig zentimeter ist. dann kostet ein paket nach österreich nämlich siebzehn euro. nicht gerade ein schnäppchen, würde ich sagen.

Montag, 13. Oktober 2008

Knallfarben II

Am Sonntag war ich am Schlachtensee spazieren, ganz allein und doch mit gefühlten tausenden Menschen - Jogger, Familien, Frauen mit Hund, Frauen ohne Hund, Frauen mit Freundin, manchmal auch zwei Männerkumpel, und man hätte den Herbst von den Blättern wischen können. Die Luft war mild und feucht, mit einem Hauch Melancholie, aber immer noch so, dass die Menschen voller Tatendrang sind. Um heute früh in einem Wattebausch zu erwachen. Das ist das Schönste am Herbst: Nebel am Morgen, Sonne am Nachmittag und mit gutem Recht zu Hause sein und Tassen heißen Kakao schlürfen.

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Mittwoch, 8. Oktober 2008

das leben ist schön oder ich bin arbeit

vor dem fenster ist schönster herbst, von meinem arbeitszimmer habe ich einen indian summer-blick und wenn die heizung auf drei ist, will ich gar nicht weg von der arbeit. kann ich auch nicht. heute hatten wir die kuratoren unser stipendiaten im haus, auch eine interessante erfahrung. danach einen unterhaltsamen empfang und lustige anekdoten meines chefs. ein gelungener tag und trotzdem stelle ich jedesmal fest, wenn ich die wohnung betrete, dass sich der grundzustand nicht wesentlich gebessert hat. wie auch? wenn ich da bin, schlafe oder esse ich, wasche wäsche oder nehme sie ab, denn ich habe nicht soviel businesskleidung. aber das ist ein ganz anderes thema. zurück zum herbst mit seinen knallfarben:

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das ist ein herbst, oder nicht?

Mittwoch, 1. Oktober 2008

ich hadere

ich hadere, ob das jetzt für immer so ist. ich glaube nicht. in einer woche ist passiert: umzug, neue arbeit und youngsta-treffen-vorbereitung. das ist zu viel. heute war ich das erste mal offiziell arbeiten, der vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber ich hoffe, dass das bald gut klappt, wenn sich die verwaltung nicht so hat. dann arbeite ich die nächsten sechs monate in der villa. dass ich das noch nicht allen erzählen konnte, liegt daran, dass der freund und ich seit einer woche kistenwandler sind, ich wirklich nicht so viel schlafe und heute zwölf stunden arbeiten war. und das machen manager als normalpensum! ich weiß nicht. lieber würde ich tüten auspacken, spazieren gehen, ausschlafen, 100 seiten eines buches am stück lesen oder ans meer fahren. wind spüren, frieren und doch nicht und dann einen tee trinken. immerhin, den tee kann ich mir auch zu hause kochen. und den sturm haben wir auch schon, im leben und auf der straße.

Montag, 29. September 2008

schlau tun

morgenstund hat gold im mund

Freitag, 26. September 2008

from now

ich wohne jetzt woanders :-)

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

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