Lyrik gibt es nicht
"Gedichte dienen zunächst dem Dichter zum Selbstverständnis, vor allem aber zur Bewältigung der Spannungen, die daraus entstehen, dass man sich Eindrücken und Erkenntnissen weder verschließen will oder kann, noch der so erlebten Welt, Umwelt oder Innenwelt gegenüber stumpf und zynisch werden kann oder will. Manche Menschen müssen dichten, „um das Leben ertragen zu können.“ Der Künstler muss also sehen, hören, denken, lernen, Gewohntes mit neuen Augen sehen, Getrenntes zusammendenken und zusammenfühlen, aufwachen, ehe er andere aufwecken kann. Das entspricht genau der Arbeit an den eigenen Gedanken- und Gefühlsstrukturen, die sich aus dem Zusammenprall mit der Welt ergeben.
Da ein Dichter von anderen Menschen nicht grundverschieden ist, können seine Bemühungen, seine Auseinandersetzungen mit sich in Worten zu spiegeln, auch anderen nützen, gleichzeitig Mensch und lebensfähig zu werden oder zu bleiben bzw. zu tun, was dazu nötig ist."
(Erich Fried)
***
Nachdem ich und die geehrte Frau Eickenrodt am Montag festgestellt haben, dass ich am 2. Juli meine Klausur schreibe und am 18. Juli die mündliche Prüfung absolviere, schüttet sich bei mir das Literatur-Adrenalin aus.
Gerade lerne ich Rose Ausländer, sehr schön. Ich suche Motive des Sprechens und Schweigens sowie der Heimat, wobei bei Motive ineinander über gehen, da Rose Ausländer im Exil ihre Heimat in der Muttersprache sucht und findet. Aber Kostproben gibt es sicherlich in nächster Zeit, da das mein Leben sein wird.
(Der Freund begibt sich übringens zeitgleich ins EM-Delirium, auch schön. So haben wir beide unsers.)
Die letzte Woche haben wir mit Sparplan machen (für Japan), dem supertollen Ärztekonzert (für die Nostalgie) und Gelddealer spielen (für M.) verbracht. War gut.
Da ein Dichter von anderen Menschen nicht grundverschieden ist, können seine Bemühungen, seine Auseinandersetzungen mit sich in Worten zu spiegeln, auch anderen nützen, gleichzeitig Mensch und lebensfähig zu werden oder zu bleiben bzw. zu tun, was dazu nötig ist."
(Erich Fried)
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Nachdem ich und die geehrte Frau Eickenrodt am Montag festgestellt haben, dass ich am 2. Juli meine Klausur schreibe und am 18. Juli die mündliche Prüfung absolviere, schüttet sich bei mir das Literatur-Adrenalin aus.
Gerade lerne ich Rose Ausländer, sehr schön. Ich suche Motive des Sprechens und Schweigens sowie der Heimat, wobei bei Motive ineinander über gehen, da Rose Ausländer im Exil ihre Heimat in der Muttersprache sucht und findet. Aber Kostproben gibt es sicherlich in nächster Zeit, da das mein Leben sein wird.
(Der Freund begibt sich übringens zeitgleich ins EM-Delirium, auch schön. So haben wir beide unsers.)
Die letzte Woche haben wir mit Sparplan machen (für Japan), dem supertollen Ärztekonzert (für die Nostalgie) und Gelddealer spielen (für M.) verbracht. War gut.
auch der herbst hat was - 4. Jun, 21:38







