Dienstag, 15. Juli 2008

+ 2

Ich sage euch, der Uni ist man hilflos ausgeliefert. Heute habe ich erfahren, dass meine Prüfung, die ja auf Freitag angesetzt war und schon meine Glückshormonproduktion angeregt hat, um zwei Wochen auf den 1. August verschoben werden muss, weil es Beisitzer-Mangel gibt. Ist irgendwie sehr gut, da ich jetzt ganz entspannt noch Goethes "Wahlverwandschaften" und Fontanes "Irrungen und Wirrungen" lesen kann und mein Thesenpapier nicht in zwei panikgefüllten Tagen zusammenstückeln muss, andererseits wären vier Wochen Freizeit vor der Japan-Reise auch ganz schön gewesen.
Aber was soll's, so ist das Leben und ich freue mich über die geschenkte Lernzeit. (Die Glückshormonproduktion kann bestimmt nochmal neu entfacht werden, wenn es soweit ist.)

Sonntag, 13. Juli 2008

muji in berlin!

Bei unserem gestrigen abendlichen Spaziergang stellten Klopfer und ich fest, dass es Muji jetzt auch in Berlin gibt, was eine große Freude meinerseits auslöste. Da gibt es so viele schöne Sachen, dass man nie wieder Geschenke-Sorgen haben muss.
Zu finden am Hackschen Markt, Berlin Mitte.

Bild_3-007

Sonntag, 6. Juli 2008

sonntags

heute ist es ganz schwer. die sonne scheint, ganz viele menschen spielen schön ein beachvolleyballturnier (nicht dass ich ansatzweise in der lage wäre mitzuspielen, aber es geht ums prinzip) und bei oma hängen die kirschen im garten. ich sitze im brain und komme eher schlecht als recht voran, aber heute sage ich mir, dass auch ein kleiner schritt ein schritt ist. dabei würde ich gerne das hier tun:

die-welt-steht-kopf_Foto-iotas

den kopf in den sand stecken und dabei weglaufen. aber das geht zum glück nicht.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Vertrauen

Innstetten hatte kein Auge von ihr gelassen und war jedem Worte gefolgt. Was sollte das heißen: »du bist ein Erzieher«? und dann das andere, was vorausging: »und ich hab es auch glauben sollen, das mit dem Spuk.« Was war das alles? Wo kam das her? Und er fühlte seinen leisen Argwohn sich wieder regen und fester einnisten. Aber er hatte lange genug gelebt, um zu wissen, dass alle Zeichen trügen und dass wir in unsrer Eifersucht, trotz ihrer hundert Augen, oft noch mehr in die Irre gehen, als in der Blindheit unseres Vertrauens. Es konnte ja so sein, wie sie sagte.

aus: Fontane, Theodor: Effi Briest. Reclam. Stuttgart, 2002. Seite 205.

Mittwoch, 2. Juli 2008

first pic

hier seht ihr das erste bild meiner neuen kamera

lavendel

ich bin ganz begeistert und freue mich auf die lernfreie und photovolle zeit

last step

gerade habe ich die klausur geschrieben, jetzt heißt es nur noch eine mündliche prüfung bestehen (ich gehe mal davon aus, dass ich die klausur bestanden habe). jippieh. und ab dem 19. juli ist dann auch sommer für mich.

Freitag, 27. Juni 2008

von Rose Ausländer

Es heißt / das Meer sei rund / die Erde rund / der Himmel rund / Kann / so viel Rundes / so viele Ecken haben

Donnerstag, 26. Juni 2008

Biblische Assoziationen

Meine Güte, das kann Fontane nicht alles bedacht haben, als er seinen Roman schrieb. Oder doch? Interpretationen sind ganz schön interessant. Siehe hier:

In der Tochter Cora kommt die unterdrückte Aufsässigkeit offen zum Ausbruch. Sie wird nicht nur von Effi selbst, sonder auch durch die Parallelen mit Effis Verhalten als Backfisch im ersten Kapitel (vgl. dort) zu einem jugendlichen Ebenbild von ihr stilisiert, dessen Sinn sich allerdings erst im Vergleich mit einem jungen Mädchen erschließt, dem Effi auf ihrer Reise in den Norden begegnet und das einen auffällig ähnlich klingenden Vornamen hat: Thora von Penz. Beide Mädchen stellen Möglichkeiten der Entwicklung Effis dar, gewissermaßen ihren Scheideweg zwischen Sünde und Reinheit. Sie wird vor dem Ehebruch wie zur Mahnung mit ihrem wendisch-sündigen Selbst in der Gestalt Coras konfrontiert und bei ihrem späteren Versuch, ein neues Leben zu beginnen, also nach ihrem Ehebruch, mit dem germanischen Ebenbild ihrer ehemaligen Unschuld. Der Gegensatz ist schon in den Vornamen enthalten, die beide biblische Assoziationen auslösen, denn Cora erinnert an die Rotte Korah „diese gottlosen Menschen“ (4. Mose 16, 26), die „einen Aufruhr wider den Herrn“ machen, worauf Jehova Moses befiehlt, sich und sein Volk von ihnen zu trennen, damit nicht die ganze Gemeinde gestraft wird, „wenn ein Mann gesündigt hat“ (ebd., 16, 22) […]. So wird nach dem Alten Testament (vgl. Kap. 4.4) der Aufstand gegen das Gesetz gestraft. Das Gesetz aber, um dessen Erhaltung willen die Rotte Korah untergehen muss, heißt in der jüdischen Religion die Thora.

Aus: Grawe, Christian: Theodor Fontane. Effi Briest. Grundlagen und Gedanken zum Verständnis erzählender Literatur. Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt/Main. 1993. Seite 80.

nachtrag kurt

Und immer sind da Spuren,
und immer ist einer dagewesen,
und immer ist einer noch höher geklettert
als du es je gekonnt hast, noch viel höher.
Das darf dich nicht entmutigen.
Klettere, steige, steige.
Aber es gibt keine Spitze.
Und es gibt keinen Neuschnee.

Kaspar Hauser aka Kurt Tucholsky, 1931

Montag, 23. Juni 2008

kurt

vorgestern bin ich in meiner wochenend-lern-mitleidsphase in friedenau spazieren gewesen und siehe da, es steht ein haus, bundesallee 79, da hat kurt tucholsky gewohnt. zwischen 1920 und 1924 oder 1924 und 1929, ich hab's vergessen. was man aber alles entdeckt, wenn man mal langsam läuft. und der sommer ist so schön.

ein gedicht von kurt wird nachgetragen.

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

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