slow

Gedankenchaos. Stimmengewirr. Tunmüssen. Wollenmüssen. Entscheidenmüssen. Gedankenfäden schlingen sich um uns bis wir bewegungsunfähig darnieder sinken. Hat jemand eine Schere dabei? Durchatmen. Alles ist gar nicht. So wichtig. Im Schrank hängt der Glitzeranzug. Verlieren fühlt sich wie gewinnen an. Gewinnen ist unmöglich. Wie es scheint. Gleißend hell. Das Licht blendet. Du kannst nicht klar sehen. Die Kanten sind hart, Schnittkanten. Schnittwunde. Bluttropfen. Nur nichts anfassen, nicht zu nahe kommen, nicht genauer betrachten. Aus der Ferne, Bewegungsunschärfe auch gut. Innehalten. Durchatmen. Die Welt kann warten. Mit deinen eigenen Händen baust du dir eine Maschine. Einen Entschleuniger. Aber ist das nicht gefährlich? Denn was dann. Wenn alles seziert in Einzelteilen vor dir liegt. Das Bild bekommst du doch so nie wieder zusammen. Dann machen wir eben ein neues Bild. Ein neues Leben. Alles nicht so schlimm. Ruhe bewahren. Atmen.
Text: www.hannafaktur.de
auch der herbst hat was - 16. Nov, 23:26







