Mittwoch, 25. März 2009

vor der stadt

ich hänge den erinnerungen nach, als wir vor zwei wochen in neese waren und auf der rückfahrt wildgänse und kraniche aus dem zugfenster sahen, die in kurzen bildschnipseln ins bewusstsein kamen. der zug raste an feldern vorbei, die an den horizont stießen. daran erinnerte ich mich, als ich vor zwei wochen an der krummen lanke, am rand des grunewalds, spazieren war und wieder kraniche sah, und stockenten und mandarinenten. es gibt so viele vögel, deren namen ich nicht kenne. mein opa kann sogar vogelstimmen auseinander halten, auch wenn er die tiere nicht sieht...
dann gestern, der schneesturm mit hagel und blitz und später wieder sonne, die im eiswind schien. auf dem land müsste man sein! man könnte das wetter fühlen und würde sich nicht vor ihm verstecken. man würde in den wald gehen und sehen, wie die jahreszeiten hindurch ziehen und ihre spuren hinterlassen. man würde viel lernen, von der natur.

"ich bin in den wald gezogen, weil mir daran lag, bewusst zu leben, es nur mit den wesentlichen tatsachen des daseins zu tun zu haben. ich wollte sehen, ob ich nicht lernen könne, was es zu lernen gibt, um nicht, wenn es ans sterben ging, die entdeckung machen zu müssen, nicht gelebt zu haben."

aus "walden" von henry david thoreau

Zitat

Wir können vor lauter Angst nicht auf Zehenspitzen durchs Leben schleichen

Musik


Sophie Hunger
The Danger Of Light

Brandenburgische Wörter

(1) kaupeln (2) Plins (3) wa (4) lutschen (mit langem u) (5) nich (6) luntschen (7) tikschen (8) nüscht (9) zutschen (10) rückzu (11) schlurfen (12) schnurpsen

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